RegioCOP31: Global denken – in Karlsruhe handeln

Wenn vom 9. bis 20. November 2026 bei der 31. UN-Klimakonferenz („COP31“, www.unfccc.int/cop31) im türkischen Antalya über die nächsten Schritte im internationalen Klimaschutz beraten wird, geht es um globale Ziele, Vereinbarungen und Strategien. Doch am Ende entscheidet sich Klimaschutz nicht allein auf internationalen Konferenzen, sondern vor Ort, in Städten und Gemeinden, in Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Institutionen und im Alltag der Menschen.

Genau hier setzt die „RegioCOP31 Karlsruhe“ an: Unter dem Leitgedanken „Global denken – in Karlsruhe handeln“ wird die Region Karlsruhe auch in diesem Jahr wieder zum Schauplatz einer regionalen, öffentlichen und kostenfreien Klimakonferenz. Zeitgleich zur „COP31“ bringt die „RegioCOP31 Karlsruhe“ die großen Fragen der internationalen Klimapolitik auf die regionale und lokale Ebene: Was bedeuten globale Klimaziele konkret für Karlsruhe und die Region? Welche Lösungen gibt es bereits? Was muss jetzt angepackt werden? Und vor allem: Was können wir selbst dazu beitragen, dass aus Klimazielen konkrete Veränderungen werden?

Die „RegioCOP31 Karlsruhe“ will dafür einen Raum schaffen, bewusst offen für unterschiedliche Perspektiven – aber mit einem klaren Blick auf die Umsetzung. Im Mittelpunkt stehen nicht abstrakte Klimaziele, sondern die Frage, wie aus ihnen konkrete Maßnahmen für Karlsruhe und die Region werden können. Deshalb richtet sich die Veranstaltungsreihe – montags bis freitags am späten Nachmittag – an Bürgerinnen und Bürger, gezielt auch an Schülerinnen, Schüler und Studierende sowie regionale Akteure aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Wirtschaft.

Die Pressemitteilung. Das Programm.

Menschenkette „ES BRENNT!“

Erfolg für „ES BRENNT!“: An die 2000 Menschen bildeten am 3. Oktober 2026 um 12 Uhr in Karlsruhe eine Menschenkette vom Bundesverfassungsgericht bis weit in die Durlacher Allee. „Überall in Deutschland stehen Menschen für den Erhalt der Lebensgrundlagen auf“, resümierte Initiatorin Dr. Maiken Winter die gelungene Aktion, an der bundesweit über 20.000 Menschen teilnahmen.

Hitzerekorde, Flächenbrände, Wasserkrisen: Unter dem Motto „ES BRENNT!“ riefen mehr als 130 Organisationen an über 100 Orten bundesweit zu Menschenketten auf. In Karlsruhe organisierten den friedlichen Protest vom Bundesverfassungsgericht bis weit in dei Durlacher Allee Klimabündnis Karlsruhe, Fridays For Future und #Pruef.

Klimaschutz, Frieden und die Verteidigung der Demokratie sind die drei Säulen, auf denen die Forderungen der Teilnehmer basieren. An die Regierung und die EnBW, die ein neues Gaskraftwerk im Rheinhafen (RDK9) plant, wurde appelliert, die Förderung fossiler Energien einzustellen und die Energiewende mit Erneuerbaren zu beschleunigen. Die EnBW wurde aufgerufen, ihren Plan für die Errichtung von RDK9 aufzugeben: Zur Unterschriftensammlung des BUND Karlsruhe gegen RDK9


Artikel 20a des Grundgesetzes verpflichtet den Staat, die natürlichen Lebensgrundlagen zu schützen. 2021 hat das Bundesverfassungsgericht in seinem wegweisenden Klimaurteil daraus eine konkrete Schutzpflicht des Staates auch für künftige Generationen abgeleitet. Aber weil die Bundesregierung nicht handelt, ist es die Aufgabe der Zivilgesellschaft, sich für die Einhaltung des Grundgesetzes zu engagieren, für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen und für eine Politik, die das Wohl aller vor den Profit weniger stellt.

DOWNLOAD DER REDEN:

Dr. Juliane Berner, Ärztin und Studentin des Umweltingenieurwesens
„Was uns fehlt, ist nicht das Wissen. Was uns fehlt ist der Mut zur Veränderung. Und die Vision, dass Veränderung zum Guten möglich ist.“

Dr. Volker Stelzer, Geograph und Klimaforscher
„Aus diesem Grund ist es richtig und wichtig, dass wir heute diese Menschenketten durch das ganze Land bilden und Hand in Hand aufstehen für ein gutes Leben, um den Entscheidern zu zeigen: Wir wollen keine teuren, ineffektiven Scheinlösungen, sondern eine ehrliche, schnelle und konsequente Reduktion der Emissionen von Treibhausgasen.“

Dr. Maiken Winter, Biologin und Initiatorin der Aktion ES BRENNT!
Uns alle eint die Sorge um unsere Zukunft. Wir wollen in einem stabilen Klima leben, in einer intakten Natur, in Frieden, Freiheit und einer starken Demokratie. All diese Dinge hängen untrennbar zusammen: Ohne ein stabiles Klima kollabieren unsere Lebensgrundlagen und Ökosysteme. Und ohne eine vielfältige Natur und funktionierende Demokratie gibt es keinen Klimaschutz.

Unterschriftensammlung des BUND Karlsruhe gegen RDK9

Die dritte Stellungnahme zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Rheinhafen-Dampfkraftwerk, Block 9, Fettweisstraße 60, Rheinhafen, Daxlanden“ des BUND vom September 2026 bietet eine grundsätzliche Positionierung und politische Einordnung des Vorhabens und kann hier nachgelesen werden.
Jetzt ruft der BUND mit einer Unterschriftensammlung zur Unterstützung auf:
„Inzwischen hat der Gemeinderat dem Bau und dem Generalertrag mit der EnBW zugestimmt. Die Gemeineratsmitglieder haben dies in dem Wissen getan, dass der Sommer zum wiederholten Male kein harmloses Vergnügen mehr ist. Die Klimakrise ist für jeden spürbar. Wir müssen nicht stillhalten, bis der nächste Sommer uns verbrennt, der Herbst wieder ein paar Straßen in reißende Ströme verwandelt. Die Lethargie der 40-Grad-Tage steckt uns noch in den Knochen, die Bilder vom versiegenden Rhein haben wir vor Augen und die tausenden von Hitzetoden können wir nur noch betrauern. Anpassungsmaßnahmen, die in Karlsruhe nur rudimentär vorhanden sind, allein werden nicht reichen. Diese Hitze kommt, wie wir in unseren vorherigen Stellungnahmen deutlich gemacht haben, nicht aus dem Nichts. Sie ist eine Folge des sich verändernden Klimas und wird uns häufiger und härter treffen, wenn der Klimaschutz nicht entschlossener vorankommt. Der Bau eines angeblich für die „Dunkelflaute“ notwendigen Gaskraftwerkes RDK 9 auf Basis von fossilen Fracking-Gas ist bei dem Vorhandensein eines Gaskraftwerkes RDK 4S und des ja in Reserve gehenden Kohlemeilers RDK 8 nicht nahvollziehbar. Dies und alle anderen Gründe, die wir schon im Vorfeld der Abstimmung im Gemeinderat schriftliche mitgeteilt haben, bestärkt und in unserer generellen Ablehnung des Baus von RDK 9.Diese werden wir nun auch im Bundesimmissionsschutzverfahren einbringen.
Mit Ihrer Unterschrift unterstützen Sie nicht nur unsere Forderungen, sondern Sie dürfen dann auch an der Erörterung des Verfahrens teilnehmen und Ihre Ablehnung begründen. Bitte laden Sie die Liste herunter (bitte auch mitsammeln!) und senden diese bis zum 10. November direkt an das RP Karlsruhe oder Sie werfen diese in den Briefkasten des BUND Karlsruhe in der Waldhornstraße 25, 76131 Karlsruhe ein.“
Download der Untersschriftenliste

Angriff der Tech-Milliardäre

Wie Thiel, Musk & Co unsere Demokratien zerstören und unsere Welt verändern.

Es klingt wie eine Verschwörungstheorie, aber die Aushöhlung der US-Demokratie ist kein Zufall. Hinter Trumps Regierung steht eine unheilige Allianz mit Tech-Milliardären, in deren Gedankenwelt eine wilde Mischung aus potenziell totalitärer Technologiegläubigkeit, Science-Fiction-Fantasien von Unsterblichkeit, Mars-Besiedelung, genetisch optimierten Supermenschen, KI-gesteuerten Kriegen und rücksichtsloser gesellschaftlicher Disruption vorherrscht. Sie haben Zugang zur Macht und werden ihn lange nach Donald Trump behalten. Die Tech-Allianz will ihren Ideen global zum Sieg verhelfen – weshalb sie weltweit agiert und in Europa populistische Reaktionäre und in Deutschland die AfD tatkräftig unterstützt.

Roland Peters und Hannes Vogel liefern eine umfassende Analyse über den Angriff der Tech-Milliardäre – und was Europa dagegen tun kann. Zum Buch auf galiani.de

REAL:LABOR FESTIVAL 3.0

„Stadt.Gestaltung.Erfahrbar.Machen“ lautet das Motto des REAL:LABOR FESTIVAL 3.0 vom 6. bis 11. Oktober 2026 am Kronenplatz. Was ist Reallaborforschung, wie kann sie das Stadtleben verändern und wie kannst du dich daran beteiligen? Diesen Fragen können wir auf den Grund gehen und die Zukunft der resilienten Stadt gemeinsam gestalten. Der Eintritt ist für alle Programmpunkte kostenlos. Infos: https://www.triangel.space/reallabor-festival/

Stellungnahme des VCD zur Neu- und Ausbaustrecke Mannheim – Karlsruhe für den Güterverkehr

Die Deutsche Bahn plant eine neue Eisenbahnstrecke von Mannheim nach Karlsruhe, um mehr Kapazität für den Güterverkehr zu ermöglichen. Der VCD setzt sich für einen möglichst umweltfreundlichen Personenverkehr wie Güterverkehr ein und begrüßt deshalb dieses Projekt grundsätzlich. Im Rahmen der begonnenen Raumverträglichkeitsprüfung beim Regierungspräsidium hat der VCD eine Stellungnahme abgegeben, die hier zum Download bereitsteht.

DEINE UNTERSCHRIFT FÜR EIN BESSERES HEIZUNGSGESETZ

Die Deutsche Umwelthilfe klagt gegen das von der Koalition beschlossene Gebäudemodernisierungsgesetz. Sie hält es für verfassungswidrig, da es die Einhaltung der Klimaziele torpediert und insbesondere viele Mieter:innen auf Jahrzehnte an fossile Energien und unkalkulierbare Kosten fesselt. Parallel zur Klage sammelt die DUH Unterschriften, um auch den öffentlichen Druck zu erhöhen. Hier geht es zur Unterschriftenliste gegen das fossile Heizungsgesetz: https://mitmachen.duh.de/heizungsgesetz/