Bundespreis „Blauer Kompass“

Der Bundespreis „Blauer Kompass“ ist die höchste staatliche Auszeichnung in Deutschland, die im Rahmen eines Wettbewerbs für Projekte zur Vorsorge und Anpassung an die Folgen des Klimawandels vergeben wird. Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt suchen ab dem 18. Januar 2022 die besten Projekte zum Umgang mit Klimafolgen wie Hitze, Dürre und Starkregen.

Bewerbungen für den Bundespreis „Blauen Kompass“ können in vier Kategorien eingereicht werden:

  • Kommunen
  • private und kommunale Unternehmen
  • Bildungs- und Forschungseinrichtungen
  • Vereine, Verbände und Stiftungen

Weitere Informationen auf der Seite des Umweltbundesamtes

Globaler Aktionstag der FridaysforFuture am 22.10.2021

Im Wahlkampf haben alle Parteien gezeigt, dass sie keine echte Antwort auf die Klimakrise liefern wollen. Am 22.10. knapp einen Monat nach dem letzten großen Streik rufen die Fridays for Future deshalb erneut dazu auf für eine klimagerechtere Welt auf die Straße zu gehen.

Hier in Karlsruhe wird es am 22.10. eine Kundgebung und Demo der Fridays for Future Karlsruhe geben. Diese startet um 11 Uhr am Marktplatz und führt dann durch die Stadt. Weitere Infos dazu findet ihr auf deren Webseite https://fffka.de/event/22-10-21/

In Berlin findet am 22.10. ein Zentraler Klimastreik statt. Aus ganz Deutschland fahren Menschen nach Berlin, um sich dort mit einem bunten, großen, und widerständigen Klimastreik unüberhörbar in die Koalitionsverhandlungen einzumischen. Sie fordern jetzt eine Klima-Koalition, die zu einer sozial-ökologischen Transformation führt.

Die Fridays for Future haben Busse und Züge aus vielen Orten in Deutschland organisiert, die dich für 10€ nach Berlin bringen. Auch aus Karlsruhe wird es einen Transfer geben – falls ihr Interesse habt: zum Ticketshop geht’s es hier: https://tickets.fridaysforfuture.de/fff/AnreiseBerlin/
Infos zum Streik in Berlin findet ihr auf der Webseite https://www.klima-streik.org/

Aufruf an die Karlsruher Stadtbevölkerung: Wir Alle fürs Klima!

Liebe Karlsruher:innen,

genau zwei Jahre nach der Demonstration vom September 2019, bei der wir gemeinsam – jung und alt – mit zwanzigtausend Menschen in Karlsruhe für Klimagerechtigkeit auf der Straße waren, wenden wir uns an Sie. Wir, das sind die jungen Menschen von Fridays for Future und die über 60 Gruppen und Institutionen, die dem Klimabündnis Karlsruhe angehören. Unser Einsatz war noch nie so dringend! Denn trotz jahrzehntelanger Warnungen von Wissenschaftler:innen und fast ebenso langer, immer lauter werdender Proteste aus der Zivilbevölkerung, verschläft die Politik die Klimakrise.

Wir sind dabei, das im Pariser Klimaabkommen verbindlich festgelegte 1,5°-Ziel für die Begrenzung der Erdtemperatur zu überschreiten. Die katastrophalen Folgen, vor denen die Wissenschaft schon lange warnt, werden für uns auch bei der 1,1° Erwärmung, die wir schon erreicht haben, immer greifbarer. Tödliche Hitzewellen in allen Bereichen der Welt, Sturzfluten im Ahrtal und anderswo sind nur Vorboten der Klimakatastrophe, die uns droht, wenn wir sie jetzt nicht verhindern.

Deutschland ist Hauptverursacher der Klimakrise. Obwohl wir als vergleichsweise kleines Land für über 7% der bisherigen CO2-Emissionen verantwortlich sind, sollen die Kohlekraftwerke nach dem Willen der Regierung noch bis 2038 weiterlaufen und soll Deutschland noch bis 2045 weiterhin CO2 in die Atmosphäre blasen.

Bisher gehen die Wahlkampfdebatten jedoch an der Realität der Klimakrise völlig vorbei. Während einige Parteien ihre zerstörerische Politik der letzten Jahrzehnte fortführen wollen oder die Klimakrise gleich komplett leugnen, zeigen wissenschaftliche Analysen, dass selbst die ehrgeizigeren Wahlprogramme nicht ausreichen, um die 1,5°-Grenze einzuhalten.

Daher braucht es unseren gemeinsamen Protest! Wir gehen an diesem Freitag, dem 24. September 2021, auf die Straße und machen klar, dass es so nicht weitergehen kann. Wir rufen alle Menschen in und um Karlsruhe auf, sich uns um 15 Uhr am Rüppurrer Tor anzuschließen und für Klimagerechtigkeit und gegen die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen zu demonstrieren.

Uns rennt die Zeit davon: Die tiefgreifenden Veränderungen, die notwendig sind, um die Klimakatastrophe abzuwenden, müssen zwingend innerhalb der nächsten Legislaturperiode eingeleitet werden. Daher rufen wir Sie auf: Setzen Sie Ihre Stimme bei der Bundestagswahl für das Zustandekommen einer Regierung ein, die eine konsequenten Klimawende umsetzen kann und will! 

Wir sehen uns auf der Straße – Alle fürs Klima!

Klimabündnis Karlsruhe und Fridays for Future

Karlsruhe, den 20. September 2021

Hungerstreik junger Aktivist:innen für eine Wende in der deutschen Klimapolitik

Pressemitteilung vom 10. September 2021

Die Karlsruher Gruppe der ParentsForFuture-Bewegung unterstützt die Forderungen der jungen Aktivist:innen, die am 30. August in einen unbefristeten „Hungerstreik der letzten Generation“ getreten sind, um auf die Dringlichkeit der Klimaprobleme hinzuweisen und eine Wende in der Klimapolitik Deutschlands herbeizuführen. Die Streikenden fordern ein sofortiges Gespräch mit den drei Kanzlerkandidat*innen Baerbock, Laschet und Scholz sowie deren Versprechen, in einer neuen Regierung einen Bürger*innenrat einzuberufen, der Sofortmaßnahmen gegen die Klimakrise beraten soll. 

Es liegen zahlreiche Analysen und vielseitige Lösungsansätze zur deutschen Klimapolitik auf dem Tisch. Aus Rücksicht auf Lobbyinteressen weigern sich die Regierungsparteien jedoch seit Jahrzehnten, die dringend nötigen Entscheidungen zu treffen. Die Streikenden haben deshalb recht mit ihrer Forderung nach einem Bürger:innenrat. Dieser soll – unbeeinflusst von Konzerninteressen – Vorgaben für eine Klimapolitik entwickeln, die den gesicherten Erkenntnissen der Klimawissenschaft gerecht wird und die das Überleben und Wohl der künftigen Generationen in den Mittelpunkt stellt.

Die Zeit drängt! Wir, die Vertreter der älteren Generationen, haben viel Zeit nutzlos verstreichen lassen und zu viele halbherzige Maßnahmen in der Klimapolitik ergriffen. Es ist jetzt hohe Zeit, die Wut und Verzweiflung der jungen Aktivist:innen aufzugreifen und alle Energie für ein schnelles und grundlegendes Umsteuern in der Klimapolitik einzusetzen. Die Hungerstreikenden werfen ihre Gesundheit und ihr Leben aus eigenem Entschluss in die Waagschale. Bedroht ist aber auch das Leben unzähliger Flüchtlinge, die ihre Heimat wegen der Folgen der Klimakrise bereits heute verlassen müssen. Wir finden es empörend, dass die Kanzlerkandidat:innen bisher offenbar noch nicht einmal bereit waren, die Forderung nach einem öffentlichen Gespräch mit der Streikgruppe zu erfüllen. Die bloße Bitte z.B. von Frau Baerbock, den Hungerstreik abzubrechen, wird dem Ernst der Lage in keiner Weise gerecht. 

Wir fordern Frau Baerbock, Herrn Laschet und Herrn Scholz auf: Werden Sie Ihrer Verantwortung jetzt gerecht und beenden Sie den Hungerstreik, indem Sie auf die zwei einfachen Forderungen der „Hungerstreikenden der letzten Generation“ eingehen!

Die Karlsruher Gruppe von ParentsForFuture wurde 2019 gegründet, um die Verantwortung der älteren Generationen für den Klimaschutz deutlich zu artikulieren und die Forderungen von Fridays for Future zu diskutieren und zu unterstützen.

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Kontakt zu den Hungerstreikenden: Hannah Lübbert | presse@hungerstreik2021.de | 0152 0735 0960

“… Ihr habt die Zukunft der jungen Leute in der Hand …”- Rezo’s Appell an die Generation Ü60

Rezo hat ein Video speziell über das Versagen der Regierungsparteien der letzten Jahre in der Klimapolitik gemacht. Am Schluss appelliert er besonders an die Menschen über 50, bei der Bundestagswahl an die junge Generation zu denken und eine neue Klimapolitik zu wählen. “Denn, Ihr – die Älteren – entscheidet: Allein die über 60-Jährigen haben mehr “Wahlmacht” als alle unter 40. Allein ein Teil der Rentner entscheidet mehr über die Zukunft, als alle Menschen unter 30 Jahren”.

In einem 30-Minuten Parforce-Ritt fasst Rezo gekonnt zusammen, was in den letzten Jahren in der Klimapolitik schief lief: Angefangen beim Stand der Wissenschaft zur Klimakrise bis hin zu den (vielen) Bundestagsabgeordenten, die sich von der fossilen Industrie für lecker Geld kaufen lassen. Wenn viele Menschen dieses Video sehen, wächst die Chance auf ein Wahlergebnis, das in der kommenden Legislaturperiode echte Klimaschutzpolitik möglich macht.

Also: Verbreitet es!

Kinotipp „NOW“ – a film for Climate Justice by Jim Rakete

NOW – ein Film über und für die Klimabewegung – Donnerstag, 2. September19 Uhr in der Schauburg Karlsruhe, im Anschluss an den Film wird es ein Filmgespräch mit den Fridays for Future Karlsruhe und ParentsForFuture Karlsruhe geben.

Und darum geht es: „If you fail, we will never forgive you!“  Zornig appelliert die Generation junger Klimarebellen an die Vernunft der Erwachsenen und macht 2019 zum Jahr ihres Protests. Der Grund: unser aller Zukunft ist bedroht durch die globale Erwärmung. Das Pariser Klimaabkommen von 2015? Eine hohle Phrase! Die schwedische Schülerin Greta Thunberg steigt zur Leitfigur einer weltweiten Bewegung auf, die mit zivilem Ungehorsam, Streiks und Demos die breite Öffentlichkeit wachrüttelt und rasant an Einfluss gewinnt. Endlich horchen auch die Regierungen auf. Regisseur Jim Rakete befragt einige der prominentesten Gesichter der Klimarebellion nach ihren Motiven. Er steckt uns dabei mit ihrer ungeheuren Energie und ihrem Wissensdurst an. Ihre Ziele haben sie alle klar vor Augen. Denn was immer auch geschehen muss: es muss jetzt geschehen!

Weitere Infos zum Film: https://www.wfilm.de/now/

„Wann wird Karlsruhe klimaneutral?“ – Podiumsdiskussion u.a. mit Umweltbürgermeisterin Bettina Lisbach

Am Samstag, den 12.6. um 15.00 Uhr findet auf dem Kronenplatz in Karlsruhe eine öffentliche Podiumsdiskussion im Rahmen des Wissenschaftsfestivals EFFEKTE statt.

Zum Thema “Wann wird Karlsruhe klimaneutral?” sprechen miteinander:

  • Bettina Lisbach – Umweltbürgermeisterin der Stadt Karlsruhe
  • Stefanie Heiner – Leiterin Junges Staatstheater Karslruhe
  • Dr. Volker Stelzer – Reallabor KARLA am Karlsruher Institut für Technologie
  • Ingo Laubenthal – Klimabündnis Karlsruhe

Aktuell sind bis zu 200 Zuhörer zu der Veranstaltung zugelassen (Stand vom 10.6.21)