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Studie: Kleine AKWs verursachen mehr radioaktiven Müll als große

Wie RND (Redaktionsnetzwerk Deutschland) berichtet, hat ein schwedisches Forscherteam herausgefunden, dass kleine Atomreaktoren – im Vergleich zur erzeugten Energie – mehr Müll verursachen als große. Da die sichere Endlagerung des Atommülls nach wie vor nicht gelöst ist, können kleinere Reaktoren – wie die Atomkraft insgesamt – nicht zu einer nachhaltigen und kostengünstigen Stromversorgung beitragen.
Zum Artikel auf RND.
Zur Studie “Nuclear waste from small modular reactors” der Forschungsgruppe Lindsay M. Krall, Allison M. Macfarlane, Rodney C. Ewing auf The Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), USA.

KLIMA ARENA in Sinsheim

Die KLIMA ARENA versteht sich nicht nur als Lernort und Wissensspeicher, sondern auch als schöpferischer Ort, der Kreativität und Verstehen fördert. Die KLIMA ARENA soll zu einem Diskussions- und Erlebnisraum wachsen, in dem zentrale gesellschaftliche Themen im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit erörtert werden. Mit dem Museumspass ist der Eintritt in die KLIMA ARENA frei. Veranstaltungen in den Pfingstferien.

Aus Abfall wird Kunst

Kunststudentinnen der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe (PHKA) gestalten am Samstag, 28. Mai von 11 bis 16 Uhr auf dem Karlsruher Marktplatz ein großes Boden-Kunstwerk mit aus dem Sperrmüll geretteten rund 1.000 Keramikübertöpfen unterschiedlicher Größen, Formen und Farben. Ziel der Aktion „Aus Abfall wird Kunst“ ist es, für nachhaltiges Konsumverhalten und Müllvermeidung zu werben. Nach der Kunstaktion werden die neuwertigen Blumentöpfe bis 16 Uhr zu Flohmarktpreisen zum Verkauf angeboten, der Erlös geht an die Kulturküche Karlsruhe.

ARE YOU READY? Klimawandel ist jetzt!

Zwischen dem, was wir wissen und dem was wir tun, klafft ein Abgrund. Und wenn wir handeln, was bewirken wir? Mit Gesang, Tanz, Theater und Maskenspiel laden 5 DarstellerInnen des TheatreFragile das Publikum ein, selbst Position zum Klimawandel zu beziehen. Stimmen von Menschen, die sich für den Klimaschutz engagieren oder über ihre inneren Konflikte erzählen, finden durch Stimmcollagen und Lieder Gehör. Zu sehen beim 15. Internationalen Straßentheaterfestival TÊTE-À-TÊTE vom 24.-29. Mai 2022 in Rastatt.

CASINO GLOBAL
Ein interaktives Spiel zum weltweiten Größenwahn im Badischen Staatstheater Karlsruhe

Willkommen im Casino Global! Machen Sie Schluss mit Schuldzuweisungen und schlechtem Gewissen. Legen Sie einen Abend lang alle Ihre ökologischen Sünden auf den Tisch, seien Sie Sie selbst, spielen Sie sich frei. Hier gilt: je mehr desto besser und jeder gegen jeden. Während draußen die Pole schmelzen, der Sommer verglüht und die Arten verschwinden, können Sie hier am Spieltisch Ihre Unschuld als Verbraucher*innen zurückgewinnen. Wir leben täglich über unsere Verhältnisse und können eine Erkenntnis nicht mehr ignorieren: Wir wissen keinen Ausweg. Weitere Informationen, Termine und Tickets hier.

Buen vivir meets Postwachstumsökonomie – Alberto Acosta und Niko Paech am 13. Mai in Karlsruhe

Wie wollen wir leben? Wie sieht ein „Gutes Leben“ aus? Kann es ein gutes Leben für alle geben? Wird es „by design or by desaster“ früher oder später den Wandel hin zu einer genügsameren und nicht mehr wachsenden Wirtschaft geben? Wie könnten Wege in eine nachhaltige und gerechte Zukunft aussehen?

Mit diesen Fragen setzen sich Alberto Acosta und Niko Paech in Buen vivir meets Postwachstumsökonomie auseinander. Der Ecuadorianer Alberto Acosta gehört zu den führenden Intellektuellen Lateinamerikas und ist der bedeutendste Verfechter des Konzepts „Buen Vivir“ – des „Guten Lebens“ für Alle. Das indigene Konzept „Buen Vivir“ propagiert – neben einem Leben im Einklang mit der Natur – ein soziales und solidarisches Wirtschaften und eine Veränderung im Lebens- und Politikstil. Der Wirtschaftswissenschaftler Niko Paech ist einer der bekanntesten deutschen Wachstumskritiker. Als Professor für Postwachstumsökonomie beschäftigt er sich mit nachhaltigen Wirtschafts- und Lebensformen. Er zeigt auf, wie ein Lebensstil, der ein „Gutes Leben“ für alle ermöglicht, bei uns aussehen könnte.

Umrahmt wird das Gespräch mit lateinamerikanischer Live-Musik von Grupo Sal: Aníbal Civilotti und Fernando Dias Costa von der Kultband Grupo Sal DUO sorgen mit mitreißender lateinamerikanischer Musik dafür, dass ein Teil des guten Lebens an diesem Abend direkt erlebbar wird. Für das leibliche Wohl sorgt Hossein Fayazpour von Tischlein Deck Dich e. V. mit einer feinen Auswahl an frisch zubereitetem veganem und vegetarischen Fingerfood – regional, saisonal und nachhaltig.

Datum: Freitag, 13. Mai 2022 um 19:30 Uhr (Einlass: 19 Uhr), Ende der Veranstaltung ca. 22 Uhr
Veranstaltungsort: Albert-Schweitzer-Saal, Reinhold-Frank-Str. 48 a, Karlsruhe

Tickets: VVK 13 €, Abendkasse 15 €, Vergünstigt 10 € (z. B. gültiger Studentenausweis, Karlsruher Pass). Die Tickets sind bei allen Vorverkaufsstellen von Reservix in Karlsruhe erhältlich oder online über Reservix oder über ADticket. Weitere Kartenvorverkaufsstellen: Badische Neueste Nachrichten, Theaterhaus – DAS SANDKORN, Musikhaus Schlaile, TicketForum Postgalerie, Tourist-Information Karlsruhe, Hotline: 0721 23000

Erklärung des Klimabündnis Karlsruhe zum Krieg in der Ukraine – Energiewende statt Aufrüstung!

Das Klimabündnis Karlsruhe verurteilt den völkerrechtswidrigen Krieg der russischen Führung unter Präsident Putin gegen die Ukraine auf das Schärfste.

Wir fordern den sofortigen Waffenstillstand, den Rückzug sämtlicher ausländischer Truppen vom Staatsgebiet und die volle Wiederherstellung der territorialen Integrität und nationalen Souveränität der Ukraine.

Wir erklären unsere Solidarität mit allen Menschen in der Ukraine und den Menschen in Russland, die allen staatlichen Repressalien zum Trotz ihre Stimme gegen den Krieg erheben.

Wir befürworten den Einsatz von wirksamen Sanktionen gegen die Machthaber in Russland. Ihr Einsatz muss so gesteuert werden, dass er die Mächtigen trifft und die russische Bevölkerung nach Möglichkeit schont.

Putins Krieg unterstreicht zugleich die Dringlichkeit, mit der wir uns – so schnell als irgend möglich – aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern befreien müssen. Er zeigt auf, wie sehr uns diese Abhängigkeit erpressbar macht und wie schnell die weitere Verknappung dieser Ressourcen zu Krieg und Elend führen kann. Dieser Herausforderung können wir erfolgreich nicht durch höhere Militärausgaben begegnen, sondern nur durch den stark beschleunigten Umstieg auf regenerative Energiequellen! Deshalb fordern wir von der Bundesregierung: Schaffen Sie endlich die Voraussetzungen für eine echte Energiewende und die Erreichung der CO2-Neutralität bis 2035!

Ein neues Wettrüsten ist nicht geeignet die Welt sicherer zu machen, im Gegenteil: Mehr Waffen würden die Spannungen und die Gefahr weiterer Kriege bis hin zum Atomkrieg erhöhen! Die Militärausgaben der NATO in Höhe von 1,1 Billionen US-Dollar (1) betrugen 2020 das mehr als 16-fache der Militärausgaben der Russischen Föderation in Höhe von 66,8 Mrd. US-Dollar (2). Der Etat des deutschen Verteidigungsministeriums ist von 2014 bis 2021 von 32,4 Mrd. € auf 46,9 Mrd. € um rund 45% (3) gestiegen. Den Krieg Russlands gegen die Ukraine haben alle diese Milliarden nicht verhindern können. Auch eine weitere Steigerung der Rüstungsausgaben würde nicht zu mehr Frieden und Freiheit führen. Aber sie würde verhindern, dass die Staatengemeinschaft ihrer Verantwortung bei der Bewältigung des Klimanotstands gerecht werden kann, für die uns nur noch ein kleines Zeitfenster von wenigen Jahren bleibt. Wir lehnen deshalb die Erhöhung der Militärausgaben und eine weitere Aufrüstung der Bundeswehr und der NATO insgesamt ab.

Für einen dauerhaften Frieden ist es notwendig, zu einer echten europäischen Friedensordnung zu kommen, in der die Sicherheitsinteressen aller Länder angemessen berücksichtigt werden. Verhandlungen darüber sollen so bald wie möglich aufgenommen werden. Es ist außerdem an der Zeit, dass weltweit alle Staaten in Abrüstungsverhandlungen eintreten mit dem Ziel, die Mittel für Militärausgaben weitestgehend umzuwidmen, primär für Umwelt- und Artenschutz, Klimagerechtigkeit, sozialen Ausgleich, Bildung und die Weiterentwicklung friedlicher Formen der Konfliktlösung.

Für die Bewältigung des Klimanotstands benötigen wir die gemeinsamen Anstrengungen aller Staaten. Ohne eine Abkehr von fossilen Energien – auch unter Einbeziehung Russlands – und ohne die Nutzung der weitreichenden Möglichkeiten für die Erzeugung von Wind- und Sonnenenergie sowie grünem Wasserstoff können die Klimaziele von Paris nicht erreicht werden. Als Teil der Zivilgesellschaft können wir diesen notwendigen Prozess am besten unterstützen, wenn es uns gelingt, zu einer Fusion der Anliegen von Friedens-, Umwelt- und Klimabewegung zu kommen. Das Klimabündnis Karlsruhe sieht sich in diesem Sinn als Teil der Friedensbewegung.

(1) www.spiegel.de vom 16.03.2021
(2) www.handelsblatt.de vom 22.02.2022
(3) www.bmvg.de/de/themen/verteidigungshaushalt

Karlsruher Mal- und Kreativ­wettbewerb “Sonnige Zukunft”

Wie kann unsere sonnige Zukunft aussehen? In Karlsruhe scheint besonders häufig die Sonne – durch­schnitt­lich 1800 Stunden pro Jahr. Mit der Energie der Sonne könnten wir in Karlsruhe etwa die Hälfte unseres Strom­bedarfs decken. Mit Photo­vol­taik auf den Dächern, kleinen ­Mo­du­len an Balkonen oder großen Anlagen auf Freiflä­chen kann man sich für Karlsruhe eine sonnige Zukunft gut vorstellen. Doch wie sieht sie genau aus? Das ist das Thema des Karlsruher Mal- und Kreativ­wettbewerb “Sonnige Zukunft”.

Wettbewerb für Kinder und Jugendliche vom Kindergarten bis zur Oberstufe.
Anmeldung der Bildungseinrichtungen zur Teilnahme bis zum 28. März 2022.
Einsendung der Wettbewerbsbeiträge bis zum 4. Juli 2022.
Weitere Informationen gibt es hier.