Hungerstreik junger Aktivist:innen für eine Wende in der deutschen Klimapolitik

Pressemitteilung vom 10. September 2021

Die Karlsruher Gruppe der ParentsForFuture-Bewegung unterstützt die Forderungen der jungen Aktivist:innen, die am 30. August in einen unbefristeten „Hungerstreik der letzten Generation“ getreten sind, um auf die Dringlichkeit der Klimaprobleme hinzuweisen und eine Wende in der Klimapolitik Deutschlands herbeizuführen. Die Streikenden fordern ein sofortiges Gespräch mit den drei Kanzlerkandidat*innen Baerbock, Laschet und Scholz sowie deren Versprechen, in einer neuen Regierung einen Bürger*innenrat einzuberufen, der Sofortmaßnahmen gegen die Klimakrise beraten soll. 

Es liegen zahlreiche Analysen und vielseitige Lösungsansätze zur deutschen Klimapolitik auf dem Tisch. Aus Rücksicht auf Lobbyinteressen weigern sich die Regierungsparteien jedoch seit Jahrzehnten, die dringend nötigen Entscheidungen zu treffen. Die Streikenden haben deshalb recht mit ihrer Forderung nach einem Bürger:innenrat. Dieser soll – unbeeinflusst von Konzerninteressen – Vorgaben für eine Klimapolitik entwickeln, die den gesicherten Erkenntnissen der Klimawissenschaft gerecht wird und die das Überleben und Wohl der künftigen Generationen in den Mittelpunkt stellt.

Die Zeit drängt! Wir, die Vertreter der älteren Generationen, haben viel Zeit nutzlos verstreichen lassen und zu viele halbherzige Maßnahmen in der Klimapolitik ergriffen. Es ist jetzt hohe Zeit, die Wut und Verzweiflung der jungen Aktivist:innen aufzugreifen und alle Energie für ein schnelles und grundlegendes Umsteuern in der Klimapolitik einzusetzen. Die Hungerstreikenden werfen ihre Gesundheit und ihr Leben aus eigenem Entschluss in die Waagschale. Bedroht ist aber auch das Leben unzähliger Flüchtlinge, die ihre Heimat wegen der Folgen der Klimakrise bereits heute verlassen müssen. Wir finden es empörend, dass die Kanzlerkandidat:innen bisher offenbar noch nicht einmal bereit waren, die Forderung nach einem öffentlichen Gespräch mit der Streikgruppe zu erfüllen. Die bloße Bitte z.B. von Frau Baerbock, den Hungerstreik abzubrechen, wird dem Ernst der Lage in keiner Weise gerecht. 

Wir fordern Frau Baerbock, Herrn Laschet und Herrn Scholz auf: Werden Sie Ihrer Verantwortung jetzt gerecht und beenden Sie den Hungerstreik, indem Sie auf die zwei einfachen Forderungen der „Hungerstreikenden der letzten Generation“ eingehen!

Die Karlsruher Gruppe von ParentsForFuture wurde 2019 gegründet, um die Verantwortung der älteren Generationen für den Klimaschutz deutlich zu artikulieren und die Forderungen von Fridays for Future zu diskutieren und zu unterstützen.

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Kontakt zu den Hungerstreikenden: Hannah Lübbert | presse@hungerstreik2021.de | 0152 0735 0960

“… Ihr habt die Zukunft der jungen Leute in der Hand …”- Rezo’s Appell an die Generation Ü60

Rezo hat ein Video speziell über das Versagen der Regierungsparteien der letzten Jahre in der Klimapolitik gemacht. Am Schluss appelliert er besonders an die Menschen über 50, bei der Bundestagswahl an die junge Generation zu denken und eine neue Klimapolitik zu wählen. “Denn, Ihr – die Älteren – entscheidet: Allein die über 60-Jährigen haben mehr “Wahlmacht” als alle unter 40. Allein ein Teil der Rentner entscheidet mehr über die Zukunft, als alle Menschen unter 30 Jahren”.

In einem 30-Minuten Parforce-Ritt fasst Rezo gekonnt zusammen, was in den letzten Jahren in der Klimapolitik schief lief: Angefangen beim Stand der Wissenschaft zur Klimakrise bis hin zu den (vielen) Bundestagsabgeordenten, die sich von der fossilen Industrie für lecker Geld kaufen lassen. Wenn viele Menschen dieses Video sehen, wächst die Chance auf ein Wahlergebnis, das in der kommenden Legislaturperiode echte Klimaschutzpolitik möglich macht.

Also: Verbreitet es!

Kinotipp „NOW“ – a film for Climate Justice by Jim Rakete

NOW – ein Film über und für die Klimabewegung – Donnerstag, 2. September19 Uhr in der Schauburg Karlsruhe, im Anschluss an den Film wird es ein Filmgespräch mit den Fridays for Future Karlsruhe und ParentsForFuture Karlsruhe geben.

Und darum geht es: „If you fail, we will never forgive you!“  Zornig appelliert die Generation junger Klimarebellen an die Vernunft der Erwachsenen und macht 2019 zum Jahr ihres Protests. Der Grund: unser aller Zukunft ist bedroht durch die globale Erwärmung. Das Pariser Klimaabkommen von 2015? Eine hohle Phrase! Die schwedische Schülerin Greta Thunberg steigt zur Leitfigur einer weltweiten Bewegung auf, die mit zivilem Ungehorsam, Streiks und Demos die breite Öffentlichkeit wachrüttelt und rasant an Einfluss gewinnt. Endlich horchen auch die Regierungen auf. Regisseur Jim Rakete befragt einige der prominentesten Gesichter der Klimarebellion nach ihren Motiven. Er steckt uns dabei mit ihrer ungeheuren Energie und ihrem Wissensdurst an. Ihre Ziele haben sie alle klar vor Augen. Denn was immer auch geschehen muss: es muss jetzt geschehen!

Weitere Infos zum Film: https://www.wfilm.de/now/

Auftakttreffen der Arbeitsgruppe Klimasymposium

Das Klimabündnis Karlsruhe arbeitet an der Idee, im Frühjahr 2022 ein Karlsruher Klimasymposium mit Fachleuten zu veranstalten, um der Umsetzung der Klimaschutzziele in Karlsruhe mehr Schub zu verleihen.

Zum Auftakttreffen einer neuen Arbeitsgruppe am  26.5.21 um 19:00 Uhr (als Online-Treffen) sind alle eingeladen, die sich vorstellen können, bei der Vorbereitung mitzuwirken.

Bei Interesse fordert bitte den Link zur Veranstaltung hier an: info@parents4future-ka.de

Eilmeldung: Kundgebung und Demo am 12.5. um 17:00 Uhr

INFO! Der Ort der Kundgebung hat sich von Marktplatz zu Kronenplatz geändert!
Liebe Mitbürger:innen,
das Bundeskabinett berät heute, Mittwoch, den 12. Mai über neue Ziele für den Klimaschutz, nachdem das Bundesverfassungsgericht das sogeannnte Klimaschutzgesetz als verfassungswidrig eingeordnet hat.  
Fridays for Future Karlsruhe ruft deswegen kurzfristig an diesem 12.5. zu einer Kundgebung und Demonstration um 17.00 Uhr auf. Bitte verbreitet den untenstehenden Aufruf nach Möglichkeit noch rechtzeitig weiter.  

Hier der Aufruf von Fridays for Future Karlsruhe:  

Liebe Aktive in und um Karlsruhe,  
Klimaschutz ist ein Grundrecht – das hat das Bundesverfassungsgericht am 29. April bestätigt. Das oberste Gericht gibt damit Klimaaktivist*innen Recht, die einen konkreten Plan zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens forderten.   Deshalb muss die Bundesregierung jetzt nachjustieren: Morgen berät das Bundeskabinett über neue Klimaschutzziele, welche den Umfang der Klimaschutzmaßnahmen in den kommenden Jahren wesentlich prägen.
Aktuell ist geplant, dass Deutschland bis 2045 klimaneutral wird und die CO2-Emissionen um -65 Prozent, und bis 2040 um -88 Prozent gegenuber 1990 reduziert.   Diese neuen Ziele zeugen jedoch von alter Scheinheiligkeit: Für eine klimagerechte Zukunft müssen wir das 1,5°C-Ziel einhalten. Das ist laut einer Machbarkeitsstudie des Wuppertal-Instituts im Auftrag von Fridays for Future jedoch nur durch ambitionierte Maßnahmen möglich. Deshalb ist es notwendig, Klimaneutralität bis spätestens 2035 zu erreichen und die Emissionen bereits 2030 um 90 Prozent zu senken.    
Fridays for Future Karlsruhe ruft deshalb am 12. Mai zu einer coronakonformen Kundgebung ab 17.00 Uhr auf dem Kronenplatz auf. Nach ein paar Reden bewegt sich die Demo zum Bundesverfassungsgericht, um eine zweite, symbolische Klimaklage zu übergeben.   Schließt euch dem Aufruf an und verteilt die Nachricht über eure Kanäle!
Wir freuen uns, euch morgen zu sehen,   viele Grüße,
Fridays for Future Karlsruhe

Live Veranstaltung: Die Energiewende als Motor für nachhaltige Entwicklung in Karlsruhe

Liebe Klima Interessierte,

das Bündnis veranstaltet am Donnerstag den 25.02. eine Live Veranstaltung mit Herr Uhle zu der Erfolgsgeschichte zur Energiewende im Hundsrück. Wir danken den Organsiator*innen für die Arbeit und freuen uns auf eine informative Veranstaltung!

INFO: Aufgrund technischer Probleme wird die Veranstaltung nur per Zoom stattfinden und im Nachhinein auf youtube hochgeladen werden. Hier der Link zur Einladung: https://kit-lecture.zoom.us/j/62282342282?pwd=T2NQZHhSUWxLY1BwKzlrUGVmUGhHZz09

Klimabündnis fordert Karlsruhe zum Wattbewerb Beitritt auf

In unserem letzten Plenum haben wir von FossilFree Karlsruhes Wattbewerb erfahren der in der Initiative Faktor2 läuft. Die Idee dabei ist, dass Städte gemeinsam mit ihren Bürger*innen und Unternehmer*innen in allen Städten in einen Wettbewerb treten – es gewinnt die Stadt, die es zuerst schafft, ihren Photovoltaik-Ausbau, gemessen an der Einwohnerzahl, zu verdoppeln.

Wir, als Bündnis, haben uns dazu entschieden die Fraktionen aufzurufen dem Wattbewerb beizutreten und somit den Ausbau der erneuerbaren Energien in Karlsruhe voranzutreiben.

Mit Freude können wir sagen, dass die Grüne Fraktion einen Antrag erarbeitet hat, der die Mitgliedschaft für den Wattbewerb anfragt. Wir hoffen, dass Karlsruhe damit ein weiteres starkes Zeichen für den Klimaschutz setzt und bedanken uns bei allen Beteiligten die das Projekt ins Leben gerufen haben!

Erste Antworten zu Fragen aus Podiumsdiskussion online!

In unserer Podiumsdiskussion zu den Wahlprüfsteinen haben wir Fragen, im Vornerein im Bündnis und währenddessen in der Veranstaltung, gesammelt die nicht beantwortet werden konnten.

Da wir diese tolle Beteiligung nicht ungeachtet lassen wollen, haben wir die Kandidat*innen gefragt, ob Sie bereit wären die gesammelten Fragen im Nachhinein noch zu beantworten. Frau Schulz hat als erstes Ihre Anworten geschickt und wir haben sie hier bereit gestellt.

Appell an den Gemeinderat: Klima-Haushalt 2021!

In Kürze entscheidet der Karlsruher Gemeinderat über den städtischen Haushalt 2021. Dieser Haushalt muss berücksichtigen: Wir befinden uns in dem letzten Jahrzehnt, in dem noch eine Chance besteht, die Erwärmung der Atmosphäre auf 1,5 ° zu begrenzen und die schlimmsten Szenarien der Klimakrise abzuwenden. Aber nur dann, wenn wir dem Klimaschutz höchste Priorität geben. Ab jetzt muss jeder Haushalt ein Klima-Haushalt sein – ganz gleich, ob auf kommunaler, Landes-, Bundes- oder Europa-Ebene!

Das Klimabündnis Karlsruhe ruft den Gemeinderat auf, das im April beschlossene Klimaschutzkonzept ohne Abstriche und konsequent umzusetzen. Der Haushaltsentwurf 2021 der Verwaltung muss dringend nachgebessert werden! Wenn wir jetzt nicht die Stellen schaffen und die Menschen einstellen, die das im April beschlossene Klimaschutzkonzept Tag für Tag umsetzen, sind die Klimaziele nicht zu schaffen.

Auf diese Tatsache wies das Klimabündnis in seiner Online-Pressekonferenz am 27. 11. mit Nachdruck hin. Alle Texte der ca. einstündigen Pressekonferenz können Sie hier nachlesen und zum Teil nachhören.

Klimapolitische Forderungen für Karlsruhe

Im November 2020 hat das Klimabündnis Karlsruhe die folgenden Forderungen für Karlsruhe verabschiedet:

  • Keine Einsparungen beim Klimaschutzkonzept. Volle Umsetzung des Gemeinderatsbeschlusses vom April 2020
  • Ausbau der Photovoltaik (10 MWp in 2021, Steigerung auf 30 MWp pro Jahr bis spätestens 2025)
  • Qualifizierungsoffensive im Solarhandwerk
  • Dekarbonisierung der Fernwärme bis 2030
  • Weitere Stärkung des Rad- & Fußverkehrs sowie des ÖPNV
  • Einführung der autofreien Stadt in ausgewählten Bezirken – u.a. in der Innenstadt
  • Reduzierung der KFZ-Parkplätze im öffentlichen Raum auf das notwendige Minimum